Leistung

Umbau, Anbau und Sanierung

Bauen im Bestand ist anspruchsvoller als ein Neubau, weil die Ausgangslage nicht auf dem Papier steht, sondern in der Wand. Dafür ist der Gewinn oft größer: ein Haus in gewachsener Lage, eine Substanz, die bereits bezahlt ist, und ein Ergebnis, das sich nicht wie ein Neubau anfühlt.

Erst aufnehmen, dann planen

Am Anfang steht das Aufmaß. Alte Bestandspläne sind häufig unvollständig, manchmal falsch und fast immer nicht das, was tatsächlich gebaut wurde. Wir messen den Bestand auf und legen ihn zeichnerisch fest – erst danach ist eine Planung belastbar.

Parallel klären wir die Substanz: Tragstruktur und mögliche Eingriffe, Zustand von Dach, Fenstern und Feuchteabdichtung, Schadstoffverdacht bei bestimmten Baualtersklassen. Das ist der Teil, der über Überraschungen entscheidet. Wo eine Öffnung nötig ist, um Klarheit zu bekommen, empfehlen wir sie – eine Bauteilöffnung kostet wenig, eine falsche Annahme im Rohbau sehr viel.

Grundriss, Anbau, Dachgeschoss

Die meisten Bestandsgebäude scheitern nicht an ihrer Fläche, sondern an ihrer Aufteilung: zu viele kleine Räume, ein Flur, der ein Drittel des Geschosses verbraucht, eine Küche, die vom Wohnbereich abgetrennt ist. Häufig reichen wenige gezielte Eingriffe in die Tragstruktur, um daraus etwas zu machen, das heutigem Wohnen entspricht.

Ein Anbau oder ein Dachgeschossausbau ist die andere Möglichkeit, Fläche zu gewinnen. Beides ist genehmigungsrechtlich anspruchsvoller als ein Neubau auf freier Fläche, weil Abstandsflächen, Bestandsschutz und häufig auch das Einfügungsgebot zusammenkommen. Wir prüfen die Genehmigungsfähigkeit, bevor Sie sich auf eine Lösung festlegen.

Energetisch ertüchtigen – mit Augenmaß

Eine energetische Sanierung ist dann sinnvoll, wenn sie ohnehin anstehende Arbeiten nutzt. Wer das Dach neu deckt, dämmt es im selben Zug; wer die Fassade saniert, entscheidet über den Wandaufbau. Einzelmaßnahmen ohne diesen Anlass rechnen sich deutlich seltener, als die Werbung nahelegt.

Wichtig ist dabei die bauphysikalische Betrachtung des Gesamtsystems. Dichtere Gebäudehülle ohne angepasstes Lüftungskonzept führt zu Feuchte, und gedämmte Außenwände verschieben Taupunkte. Wir planen diese Maßnahmen im Zusammenhang und binden für die erforderlichen Nachweise nach GEG sowie für Förderfragen die entsprechenden Fachleute ein.

Leistungsphasen

  • 01GrundlagenermittlungZuhören und den Rahmen abstecken
  • 02VorplanungVarianten, die man vergleichen kann
  • 03EntwurfsplanungAus der Idee wird ein Gebäude
  • 04GenehmigungsplanungDer Bauantrag
  • 05AusführungsplanungDer Maßstab, in dem gebaut wird
  • 06Vorbereitung der VergabeLeistungen beschreiben, damit Preise vergleichbar werden
  • 07Mitwirkung bei der VergabeAngebote prüfen, nicht nur sammeln
  • 08ObjektüberwachungBauleitung: Termine, Qualität, Rechnungen
  • 09ObjektbetreuungNach der Übergabe nicht verschwinden

Passt das zu Ihrem Vorhaben?

Beschreiben Sie uns kurz, worum es geht. Wir sagen Ihnen, was als Nächstes sinnvoll ist.

Im Einzelnen

Was dazugehört

01

Bestandsaufnahme

Aufmaß, Bestandspläne, Dokumentation von Substanz und Schäden.

02

Machbarkeit

Welche Eingriffe trägt die Konstruktion, was ist genehmigungsfähig?

03

Umbauplanung

Neue Grundrisse, Anbau, Dachausbau, Erschließung, Barrierefreiheit.

04

Energetisches Konzept

Gebäudehülle, Anlagentechnik und Lüftung im Zusammenhang betrachtet.

05

Genehmigung

Bauantrag im Bestand inklusive Abweichungen und Befreiungen.

06

Bauleitung im Bestand

Bauabschnitte, Staub- und Lärmschutz, Koordination bei bewohntem Objekt.

Häufige Fragen

Was Bauherren uns fragen

Oft ja, aber es verlängert die Bauzeit und verteuert die Ausführung, weil in Abschnitten gearbeitet wird und täglich abgesichert werden muss. Wir sagen Ihnen für Ihr Vorhaben konkret, welche Phasen bewohnbar sind und welche nicht – und was die Variante mit Auszug demgegenüber kostet, damit Sie die Entscheidung mit Zahlen treffen.

Weniger verlässlich als beim Neubau, und wer das anders darstellt, verschiebt das Problem nur. Die Bandbreite lässt sich aber deutlich verkleinern: durch gründliche Bestandsaufnahme, durch Bauteilöffnungen an den kritischen Stellen und durch einen bewusst eingeplanten Puffer für Unvorhergesehenes. Wir weisen diesen Puffer offen aus, statt ihn in den Positionen zu verstecken.